Cycling4fans HOME | LESERPOST | SITEMAP | KONTAKT | ÜBER C4F












 

>>> Doping-Archiv



Operation Aderlass



Operation Aderlass
Presse-Chronik Operation Aderlass
Dürr, Johannes - Skilanglauf
Schmidt, Dr. Mark
Max Hauke, Dominik Baldauf
Hondo, Danilo


Presse-Chronik Operation Aderlass



Mai - August 2019





Stand 2.8.2019
betroffene Sportarten:
Langlauf, Radsport, Leichtathletik, Eisschnelllauf, Biathlon

genannte Personen neben Mark Schmidt und Helfer/innen:
Personal:
Teamarzt Langlauf ÖSV Ulrich Haegele, Ex-Langlauftrainer Mati Alaver, Sportlicher Leiter Borut Bozic (Team Bahrain Merida), Langlauftrainer Gerald Heigl, Servicemann E. M.

Sportler/innen:
Österreich:
Max Hauke, Dominik Baldauf, Johannes Dürr, Georg Preidler, Stefan Denifl, Christina Kollmann-Forstner

Deutschland:
Danilo Hondo, Robert Lehmann-Dolle

Estland:
Karel Tammjärv, Andreas Veerpalu, Algo Kärp

Kasachstan:
Alexei Poltoranin

Italien:
Alessandro Petacchi. Daniel Taschler

Slowenien:
Borut Bozic, Kristijan Koren

Kroatien:
Kristijan Durasek
.............................................................

Dopingpraxis ohne Ärzte ist in weiten Teilen nicht denkbar, die Geschichte kennt >>> viele Namen, insbesondere auch in Deutschland Ost und West. Die beiden im Zuge der Operation Aderlass genannten Ärzte sind wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisberges. Die Überführung und die Sanktionierung dieses Personenkreises scheint jedoch schwierig. 5.8.2019:

sportschau.de: Die Ethik der Doping-Ärzte

 

 

Die Untersuchungen in der Affaire haben, wie vermutet wird, dazu geführt, dass Sportler, die vom ÖSV-Extrainer Gerald Heigl, betreut werden, verstärkt kontrolliert wurden. So wurde dem österreichische Triathleten Florian Lienhardt, Sohn des bekannten, in den 1980er Jahren aktiven Radprofis Johann Lienhart, jüngst zweimal EPO nachgewiesen. 5.8.2019:

tri-mag.de: Österreichischer Top-Triathlet gesteht Doping-Vergehen

 

 

Ein weiterer deutscher Arzt, Ulrich Haegele, steht unter Verdacht, ab 2006 im ÖSV als Leitender Teamarzt Langlauf Dopingpraktiken unterstützt zu haben. Sowohl Johannes Dürr als auch Ex-Cheftrainer Gerald Heigl sollen ihn belastet haben. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stellte den Arzt als 'Aufräumer' nach der Turin-Affaire ein, entsprechende Qualifikationen hierfür sind jedoch von außen betrachtet nicht erkennbar. 2./3.8.2019:

SZ: Razzia bei Rosenheim

sportschau.de: Dopingvorwürfe: Razzia bei weiterem deutschen Arzt

kurier.at: Nach Doping-Razzia bei Ex-ÖSV-Arzt: Verband nimmt Stellung

 

 

Mountainbikerin Christina Kollmann, bereits für 4 Jahre sportrechtlich gesperrt, und ihr Lebensgefährte wurden vom Landesgericht Ried u. a. wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges und Blutdopings verurteilt. Kollmann erhielt eine Strafe von acht Monaten Haft auf Bewährung, ihr Lebensgefährte als Beitragstäter fünf Monate. 2.8.2019:

nachrichten.at: "Operation Aderlass": Acht Monate bedingt für Mountainbikerin Kollmann

nachrichten.at: Blutdoping-Missbrauch: "Ich werde ein Tatsachengeständnis ablegen", 26.7.2019

 

 

Die Skilangläufer Max Hauke und Dominik Baldauf wurden je für vier Jahre gesperrt. 23.7.2019:

Pressemitteilungen 2019

spiegel.de: Österreicher Baldauf und Hauke für vier Jahre gesperrt

 

 

Die Ermittlungen gegen den österreichischen Skirennläufer Hannes Reichelt laufen weiter, auch wenn sich durch die Aussagen von Gerald Heigl keine neuen Verdachtsmomente ergeben haben. 17.7.2019:

nachrichten.at: Doping: Kein neuer Verdacht gegen Hannes Reichelt, aber Verfahren läuft

 

 

Die Konsequenzen, die die in der Affaire um Arzt Mark Schmidt involvierten Personen in Deutschland zu erwarten haben, sind unklar. Das deutsche Anti-Doping-Gesetz greift erst ab 2016 und auch der WADA-Code beinhaltet eine Verjährungsfrist. 16.7.2019:

focus.de: Nach "Operation Aderlass": Warum Doping-Sünder ohne Strafe davonkommen könnten

 

 

Gerald Heigl, ehemaliger ÖSV-Skilanglauftrainer, wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Er habe umfangreiche Aussagen gemacht, Verdunkelungsgefahr sei nicht mehr gegeben. "Der Verdächtige könne keine weiteren Absprachen mit von ihm unterstützten Sportlern vornehmen", so die Staatsanwaltschaft. 9.7.2019:

sport.orf.at: Ex-ÖSV-Langlaufcoach wieder auf freiem Fuß

 

 

Drei mutmaßliche Helfer des Arztes Mark Schmidt, unter ihnen auch dessen Vater, wurden aus der Haft entlassen. Der Arzt und ein weiterer Helfer befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. 4.7.2019:

dpa: Doping-Skandal: Drei mutmaßliche Helfer aus Haft entlassen

 

 

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) trennt sich organisatorisch vom seiner Langlaufsparte, die zu einem eigenen Verein wird, der aber vom ÖSV finanziert wird. 3.7.2019:

sport.orf.at: ÖSV lagert Langlauf in Verein aus

 

 

Johannes Dürr wurde gerichtlich untersagt zu behaupten, der ÖSV habe stillschweigend die Dopingpraxis geduldet. 27.6.2019:

ÖSV: Causa Dürr: ÖSV gewinnt Zivilprozess

APA: ÖSV bekam im Zivilprozess gegen Dürr recht

 

 

Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission sprach erste Sanktionen aus. Die Radsportler Georg Preidler und Stephan Denifl wurden je für 4 Jahre gesperrt, Servicemann Emanuel Moser wurde vorläufig suspendiert. 27.6.2019:

ÖADR: Pressemitteilungen Emanuel Marcel MOSER, Georg PREIDLER, Stefan DENIFL 26.6.2019

 

 

Ex-Biathlet Daniel Taschler soll angeblich ein Kunde des Arztes Mark Schmidt gewesen sein. Er wurde zusammen mit seinem Vater Gottlieb Taschler und dem lebenslang gesperrten Sportarzt Michele Ferrari nach langjährigen Gerichtsverfahren von Dopingvorwürfen frei gesprochen. Taschler ist der Bruder von Johannes Dürrs Exfrau. 21.6.2019:

sportschau.de: Daniel Taschler ist erster Biathlet im Visier der Ermittler

 

 

EX-Langlauftrainer G. H., ehemaliger Cheftrainer im ÖSV, bleibt weiterhin in Haft. 11.6.2019:

Kleine Zeitung: Operation AderlassU-Haft über Ex-Trainer verlängert

 

 

Mindestens ein Biathlonsportler soll ebenfalls Kunde bei Arzt Mark Schmidt gewesen sein. Die Sache liegt allerdings schon einige Jahre zurück. Die Spuren führen laut Hajo Seppelt nach Italien. 22./31.5.2019:

sportschau.de: Operation Aderlass: Biathlon fünfte betroffene Sportart

sportnews.biz: Doping im Biathlon: Spuren nach Italien?

 

 

Die Mountainbike-Athletin Christina Kollmann-Forstner wurde in Verbindung mit der Affaire um Arzt Mark Schmidt vorläufig suspendiert. 29.5.2019:

UCI: UCI statement on Christina Kollmann-Forstner

kleinezeitung.at: BlutdopingNächster Dopingfall in der Steiermark

 

 

Der österreichische Langlauftrainer Gerald Heigl wurde in Österreich in Untersuchungshaft genommen. Er steht schon seit Beginn der Affaire aufgrund seiner guten Verbindungen zu anderen Involvierten unter Verdacht. Auch österreichische Servicemann steht weiter in Verbindung mit der Affaire. Er soll umfangreiche Aussagen gemacht haben, ist aber nicht mehr in Haft. Vernommen wurde zudem Skirennfahrer Hannes Reichelt. 27.5.5.6.2019:

APA: Doping: Ehemaliger Langlauftrainer laut Staatsanwaltschaft in U-Haft

SZ: "Ich habe sogar immer jedes Hustenzuckerl überprüft"

spox.com: Hannes Reichelt über Doping-Anschuldigungen: „Die schlimmsten Tage meiner Karriere“

 

 

Die UCI beobachtet seit 2015 Personen des slovenischen Radsports mit Misstrauen, nicht erst seit die Operation Aderlass statt fand und jüngst Fahrer Koren, Kristijan und Sportlicher Leiter Bozic, Borut namentlich genannt wurden. Nun wurde bekannt, dass Milan Eržen von Mark Schmidt eine Blutzentrifuge abkaufen wollte. Erzen ist Chef-Manager des Teams Bahrain-Merida und die führende Person des slovenischen Radsports, er gab wiederholt Anlass zu diversen Untersuchungen. Die Vorkommnisse strahlen auf andere fahrer aus und lassen den Verdacht aufkommen, dass im Radsport in manchen Bereichen die Einzeltäterhypothese für die Dopingfälle der letzten Jahre hinfällig sein könnte. 22./23./24.5.2019:

cyclingnews: Bahrain-Merida's Milan Erzen under UCI investigation for doping links

cyclingnews: More damaging questions as links uncovered between Erzen and Aderlass doping doctor

FAZ: Slowenischer Radsport im Visier

NZZ: Die Giro-Favoriten sind in Bedrängnis – ein Betreuer war mit dem Dopingarzt von Erfurt in Kontakt

 

 

Die Veröffentlichung des Videos, das einen Sportler bei der Bluttransfusion während der Razzia zeigt, verstößt nach Meinung des österreichischen Presserats gegen den Ehrenkodex des österreichischen Presse, da sie den Langläufer bloßstellt und seine Persönlichkeitssphäre verletzt. 22.5.2019:

ots.at: Veröffentlichung eines Videos, das Sportler beim Blutdoping zeigt, verstößt gegen Ehrenkodex

 

 

Wie glaubwürdig ist das Geständnis von Danilo Hondo? Stefan Schumacher im Interview. Er wurde bereits 2014 von der NADA zu Arzt Mark Schmidt befragt.15./16/17..5.2019:

sportschau.de: Ex-Teamkollege Schumacher - Zweifel an Hondos Geständnis, Text und Interview-Video

sportschau.de: Ex-Teamkollege Schumacher über Hondos Geständnis - das ganze Interview, Video

sportschau.de: Hondo-Anwalt Lehner: "Man sollte nicht die ganze Wahrheit erwarten"

 

 

Die UCI gibt vier Namen bekannt, die in Verbindung mit den Ermittlungen um Arzt Mark Schmidt stehen. Fahrer Petacchi, Alessandro , Durasek, Kristijan (Team UAE Team Emirates), Koren, Kristijan (Team Bahrain Merida) und Sportlicher Leiter Bozic, Borut (Team Bahrain Merida).15.5.2019:

UCI: UCI statement on Operation Aderlass

Le Monde: L’ancien cycliste italien Alessandro Petacchi, maillot vert du Tour de France, soupçonné de dopage, 14.5.2019

 

 

Ex-Radprofi Danilo Hondo, hat sich 2011 von Arzt Mark Schmidt Bluttransfusionen vor Rennen geben lassen. Er arbeitete seit Januar 2015 als U23-Nationalcoach und seit September 2016 auch als Elite-Nationalcoach Strasse beim schweizer Radsportverband. 12.5.2019:

sportscchau.de: Radsport: Cottbuser Ex-Profi Hondo gesteht Doping

sportschau.de: Danilo Hondos Geständnis - Das komplette Interview

swiss cycling: Nationalcoach Danilo Hondo wird fristlos entlassen

NZZ: Der Fall Danilo Hondo ist für Swiss Cycling wie eine Selbstverletzung

Aargauer Zeitung: Warum engagierte man einen bekannten Doper bei Swiss Cycling?

ND: Der Doktor ist schuld

 

 

Die NADA hat ein sportrechtliches Disziplinarverfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) gegen den ehemaligen Eisschnellläufer und späteren Nachwuchstrainer Robert Lehmann-Dolle öffnet. Dank des Hinweises eines Whistleblowers konnten Verbindungen zu Arzt Mark Schmidt hergestellt werden. 10.5.2019:

NADA: NADA leitet Disziplinarverfahren gegen ehemaligen deutschen Eisschnellläufer ein

spiegel.de: Nada nennt Lehmann-Dolle als Verdächtigen

 

 

Martin Prinz wollte mit der Geschichte von Johannes Dürr "eine Diskussion anregen über die Schizophrenie des Systems Hochleistungssport". Das ist ihm gelungen, krasser als er es je denken konnte und er ist ein Opfer. Das Buch ist vom Markt und seine Freundschaft mit Dürr liegt in Scherben. 6.5.2019:

Die Zeit: Der Autor, das Buch, der Verrat

 

 

Der Olympiastützpunkt Berlin hat einen Angestellten wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen vorläufig freigestellt. das teilte die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) mit. Wahrscheinlich handelt es um den ehemaligen Eisschnellläufer, der unter Verdacht geriet, die Hilfe des Arztes Mark Schmidt in Anspruch genommen zu haben und der jetzt als Jugendtrainer bei der DESG angestellt ist. 5.5.2019:

rbb24.de: Berliner Olympiastützpunkt stellt Mitarbeiter frei

 

 

Die deutsche NADA wird zukünftig in Reaktion auf die Erkenntnisse aus der Affaire Operation Aderlass direkt vor den Wettkämpfen Dopingtests durchführen. Im Radsport ist das bereits geschehen. 30.4./4./14.5.2019:

DLF: Dopingtests direkt vor dem Wettkampf

DLF: „Sobald es ans Blut geht, wird es fragwürdig“

SZ: Ärger um neue Doping-Kontrollen der Nada

 

 

Vor dem Landesgericht Innsbruck findet eine Verhandlung zwischen dem Österreichischen Skiverband ÖSV und Johannes Dürr statt. Der ÖSV klagte den Langläufer auf Unterlassung und Widerruf der Behauptungen, "der ÖSV dulde Doping stillschweigend, er verschließe die Augen davor und nehme Doping hin, solange sich der Dopende nicht erwischen lasse". 26./29./30.4.2019:

tt.com: Zivilprozess ÖSV gegen Langläufer Dürr am Montag in Innsbruck

sportschau.de: Operation Aderlass: Dürr belastet Ex-Trainer Heigl

tirol.orf.at: Dürr bleibt bei Behauptungen gegen ÖSV

sportschau.de: Zähes Ringen zwischen ÖSV und Dürr - Urteil in spätestens acht Wochen

SZ: Nebenbei Dopingkurier?

 

 

Operation Aderlass: Servicemann E. M. wurde in Österreich zusammen mit weiteren Personen vernommen. Er ist langjähriger guter Bekannter von Johannes Dürr und arbeitet zur Zeit für den schweizer Langläufer Dario Cologna, gegen den aber keine Vorwürfe existieren. Allerdings hatte er schon früher Servicemänner, die mit dem überführten Doper Johann Mühlegg arbeiteten. 19.4.2019:

NZZ: Der Servicemann von Dario Cologna ist offenbar verhört worden

 

 

Die Landesärztekammer Thüringen hat ein Berufsrechtsverfahren gegen Arzt Mark Schmidt eingeleitet.

Die in Österreich festgenommene Helferin wurde nach München ausgeliefert. 4./7./10.4.2019:

mdr: Mutmaßliche Doping-Helferin an Deutschland ausgeliefert

Thüringer Allgemeine: Doping-Skandal: Landesärztekammer will auch selbst gegen Erfurter Sportarzt ermitteln

mdr: Thüringer Ärztekammer eröffnet Verfahren gegen Mark Schmidt

 

 

Der deutsche Eisschnellläufer, der sich von Mark Schmidt dopen ließ, soll Robert Lehmann vom ESC Erfurt sein, der mittlerweile am Olympiastützpunkt Berlin als Trainer arbeitet. 10.4.2019:

mdr: Erfurter Ex-Eisschnellläufer Robert L. soll Kunde von Mark S. gewesen sein





FAZ, 12.3.2019:
Sicher ist im Bereich der Nachweismethoden für Manipulation eine stete Justierung und Optimierung der Systeme notwendig." Denn der Doper X hat seine Methode längst verfeinert, wie die Enthüllungen im Fall Marc S. belegen. Das gelagerte Blut wird nicht nur kurz vor dem Wettkampf hinzugeführt, sondern kurz danach wieder abgezapft. "Ein ungedopter Hochleistungssportler hat sich an die Grenzen seines natürlich sinnvollen Blutvolumens herantrainiert", sagte der Mediziner und Anti-Doping-Experte Professor Perikles Simon: "Das vor dem Wettkampf zu viel gegebene Blut wird nach dem Rennen vermehrt wieder abgebaut. Um das zu verhindern und um im Gegenteil zu ermöglichen, dass der Athlet wieder mit demselben Leistungsvorteil in den nächsten Wettkampf geht, nimmt man ihm das Blut gleich wieder ab."

Die Fahnder des Kontrollsystems hatten diese Variante offenbar nicht auf dem Schirm. "Es ist neu, dass Bluttransfusionen direkt vor dem Wettkampf durchgeführt werden. Die bisherige Erkenntnis war, dass am Abend zuvor noch verbotene Methoden angewendet wurden. Direkt vor dem Wettkampf wurden bisher keine Proben genommen, da dies als unverhältnismäßig gilt. Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse muss aber eine Neubewertung erfolgen", teilte Nada-Chefin Gotzmann mit. Mit anderen Worten: Kontrolleure sollen in Zukunft auch am Tag des Wettkampfes nach dem Rechten sehen und nicht erst im Ziel. Das kostet. Die Nada wünscht sich dazu "vom Sport und insbesondere von den großen Sportsponsoren in Bezug auf die Finanzierung ein deutlicheres Zeichen für den sauberen Sport".
...........................................................

Der LSB Thüringen erteilte bereits Ende der 90er Jahre der Praxis von Heidrun Schmidt eine Lizenz für sportmedizinische Tauglichkeitsprüfungen Jugendlicher. Diese Lizenz wurde auch weiterhin vergeben, nachdem Mark Schmidt mit seiner Arbeit beim Team Gerolsteiner unter Dopingverdacht geraten war. Die Lizenz bedeutet, dass Landessportverbände zwischen den lizenzierten Praxen wählen können. Der Thüringer Radsportverband wechselte erst 2015 zu der Schmidt-Praxis. Auch der Schwimm- und der Gewichtheberverband schickten häufiger junge Sportler*innen zur Untersuchung. 26.3.2019:

SZ: Seltsamer Praxiswechsel

SZ: 55 000 Euro für die Erfurter Praxis, 5.3.2019

 

 

Der Polizist, der das Video veröffentlichte, auf der vor laufender Kamera während der Razzia eine Bluttransfusion erfolgte, wurde von der Staatsanwaltschaft angeklagt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses und zu einer Geldstrafe verurteilt. 25./26.3./3.4.2019:

APA: Video von Doping-Razzia: Polizist von Staatsanwaltschaft angeklagt

derstandard.at: War es richtig, dass Medien das Dopingvideo gezeigt haben?

sportsintegrityinitiative.com: Officer charged over leak of Max Hauke video

tt.com: Doping-Video von Razzia verbreitet: Polizist zu Geldstrafe verurteilt

 

 

Ein deutscher Eisschnellläufer, Olympiateilnehmer, soll ebenfalls Dopingkunde von Mark Schmidt gewesen sein. 24.3.2019:

sportschau.de: Deutscher Olympiateilnehmer mutmaßlicher Kunde in Erfurt

sportschau.de: German Olympic participant alleged customer in Erfurt

 

 

Manche Beobachter, die der Behauptung eines Wandels im Radsport hin zu wenigr Doping skeptisch gegenüber stehen, sehen sich in ihrer Meinung durch die Affaire Operation Aderlass bestätigt. Einiges hat sich tatsächlich geändert, so äußern sich eine Reihe von Radsportlern offen kritisch. Doch es bleibt viel Unsicherheit zurück angesichts der offenbarten Mängel im Kontrollsystem und hinsichtlich der Relevanz des Biologischen Passes. Änderungsvorschläge sind breit gefächert und zeigen viel Ratlosigkeit, die sich auch in der Haltung und im Schweigen betroffener Verbände widerspiegelt. 23,3,2019:

NZZ: Redet endlich über Doping!

 

 

Johannes Dürr präzisierte sein Aussagen über vorhandene Mitwisser seines Dopings und belastete den früheren Renndirektor für Skilanglauf und Biathlon im Österreichischen Skiverband (ÖSV), Markus Gandler, schwer. Unklar bleibt in diesem Artikel, wem gegenüber dies geschah. Die österreichische Staatsanwaltschaft dementierte solch eine Aussage. Bekanntgegeben wurde, dass nicht der Ironman auf Hawaii betroffen sei, sondern der jährlich stattfindende Marathon in Honolulu. 22.3.2019:

FAZ: Kronzeuge belastet Renndirektor

kleinezeitung.at: undeskriminalamt dementiert FAZ-Bericht: Dürr hat Gandler nie erwähnt

 

 

Die Staatsanwaltschaft München gab Einblicke in den aktuellen Stand der Ermittlungen. Danach wurde aus dem Umfeld des Arztes Mark Schmidt eine weitere Person verhaftet. Insgesamt zu 21 Sportlern*innen (einschließlich der bereits 9 bekannten) aus acht europäischen Ländern wird ermittelt, fünf Sportarten, drei davon Wintersportarten, sind betroffen. Seit 2011 bis zu den Razzien wurde eine dreistellige Anzahl von Bluttransfusionen verabreicht. Durchgeführt wurden diese in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südkorea und auf Hawaii. Pro Sportler*in wurden 15 bis 20 Transfusionen durchgeführt, pro Saison zahlten sie 4 000 bis 12 000 € an den Arzt. Medizinisch einwandfrei erfolgten die Transfusionen durch Laien nicht immer, die Sportler gingen hohe Gesundheitsrisiken ein. 20./22.3.2019:

sportschau.de: "Es liegt noch einiges vor uns": Blutdoping-Affäre nimmt riesige Ausmaße an

Stuttgarter Nachrichten: Nur die Spitze des Eisbergs?

FAZ: Von Zufallstreffern und Blutschmuggel

taz: Blut aus der Garage

SZ: Die Spur führt bis zu den Olympischen Spielen

kurier.at: Doping-Skandal: Wem jetzt das Wasser bis zum Halse reicht

SZ: Der Athlet als Blutbeutel

 

 

Interview mit Reyk Albrecht, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Ethikzentrums der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. 19.3.2019:

TA: Ethik-Experte zum Erfurter Dopingskandal: „Verlieren muss erlaubt sein“

 

 

Wilhelm Lilge, österreichischer Trainer und Anti-Doping-Experte fasste die wichtigsten Themen rund um die Operation Aderlass und Doping in Österreich zusammen und kommentiert pointiert. 17.3.2019:

Lilge: Der Dopingskandal von Seefeld - was am Ende des Tages davon übrig bleibt. "Im Spitzensport dopen eh fast alle und mir ist es egal" (?)

 

 

Interview mit Martin Prinz, Autor der Dürr-Biografie, die er gemeinsam mit dem Sportler verfasste. Dürrs zweites Geständnis, wonach er in Vorbereitung seines Comebacks erneut zu Blutdoping griff, kam auch für Prinz völlig überraschend. 16.3.2019:

derstandard.de: Autor Martin Prinz: "Johannes hat da etwas vernichten müssen"

 

 

Die CDU scheint sich Gedanken zu machen über die Erweiterung des Deutschen Anti-Doping-Gesetzes um eine Kronzeugenregelung. 2015 lehnte die Bundesregierung dies noch ab. 13./16./21.3.2019:

sport.de: Nach Doping-Skandal: Bundestag prüft Kronzeugenregelung

DLF: „Wir müssen über eine Kronzeugenregelung sprechen“

FAZ: Das Glück des Staatsanwalts

Hintergrund >>> c4f: Dossier Deutsche Anti-Doping-Gesetzgebung: Kronzeugenregelung

 

 

WADA konnte sieben Athleten mit auffälligen Blutparametern identifizieren, die dieser Affaire zuzuordnen sind. Einige Blutparameter, festgehalten im Biologischen Pass, sind verdächtig, andere legen Blutdoping sehr nahe. Sportler stehen mit solch auffälligen Blutparametern unter Beobachtung und besonderer Kontrolle, inwieweit das bei den in die Affaire verwickelten Athleten geschah und wie die betreffenden Verbände eingebunden waren, geht aus dem Artikel nicht hervor. 14.3.2019:

velonews: WADA says biological passport works despite latest scandal

 

 

Einblicke in die österreichische Sportwelt und deren Selbstverständnis, aber nicht nur in diese, die nicht ohne das journalistische Umfeld zu verstehen sind. 10./12.3.2019:

orf.at: IM ZENTRUM: Sp(r)itzensport - Geht's nicht ohne Doping?

profil.at: "Ist das gut für den Sport?“

 

 

Presseerklärung von Athleten Deutschland e.V. und Interview mit Athletensprecherin Amelie Ebert. 8./12./14.3.2019:

Athleten Deutschland: Athleten Deutschland e.V. fordert frühzeitige Einbindung inanstehende Reformendes Anti-Doping-Systems

SZ: Interview mit Amelie Ebert "Doping ist ein Systemproblem"

insidethegames.biz: Koehler calls for tougher sanctions against athlete entourages after Austrian caught in middle of blood transfusion

 

 

Weitere Entwicklungen und Aussagen. 11./12.3.2019:

orf.at: Hauke und Baldauf, Doping war ein „Riesenfehler“

aerztezeitung.de: Gericht beschließt Auslieferung mutmaßlicher Doping-Komplizen

sportschau.de: Wie bei der Mafia: Ermittlungen in Blutdopingaffäre vor entscheidender Phase

SZ: Festnahme in Estland

euronews: Estonia opens criminal case against ski coach over doping

AP: Kazakhstan comes to defense of skier arrested for doping

 

 

Sportgespräch des DLF mit Kai Gräber, Doping-Schwerpunktsstaatsanwaltchaft München. 10.3.2019:

DLF: „Die Dunkelziffer ist erheblich“

 

 

"Austria is a too small country to make good doping." Dieser Ausspruch Schröcknagels 2006 anlässlich der Turin-Affaire, bleibt unvergessen. Zumal die Personen, die damals die Fäden spannen, heute immer noch einflussreich mitspielen. Interessant die Zusammenstellung zu der hohen Zahl überführter Athleten und Sportirektor Gandler. 10.3.2019:

diepresse.com: Doping: Ein radikaler Kulturwechsel wäre angebracht

kurier.at: Olympia-Skandal: "Austria is a too small country", 18.2.2016

 

 

Humanplasma/Biathlon Taschler-Ferrari/Operation Aderlass - Letztlich scheinen die Beziehungen überschaubar. Johannes Dürr ist familiär verbunden mit Vater und Sohn Taschler, die im Biathlon Dopingspuren hinterließen, aber insbesondere Vater Gottlieb wohl noch immer viel Einfluss besitzt. So soll laut früheren Presseberichten Taschler seinem damaligen Schwiegersohn Dürr EPO-Mimetika beschafft haben. Insgesmt bleibt noch Einiges in den verschiedenen und doch zusammenhängenden Biathlon-Affairen im Dunkeln. 7./9.3.2019:

salto.bz: Winnebacher Vorspiel

taz: Aufklärung light

Hintergrund: diepresse.com: Biathlon/Langlauf: Dürr-Schwiegervater im Visier der Doping-Ermittler, 12.12.2014

nzz:ch: Spitzenfunktionär auf der Anklagebank, 7.3.2016

tt.com: Daniel und Gottlieb Taschler sowie Arzt Ferrari verurteilt, 4.4.22017

tt.com/APA: Urteile gegen Arzt Ferrari und Biathlon-Funktionär annulliert, 24.6.2018

 

 

Das Auffliegen des Schmidt-Netzwerkes in Verbindung mit den alten Verbindungen und Affairen in Österreich lässt viele vermuten, dass österreichische Sportler*innen besonders gefährdet sind, zu dopen. Möglicherweise liegt dies auch an fehlenden Betreuungsstrukturen im nationalen Leistungssport. 8.3.2019:

derstandard.at: Doping-Hintergrund: Spritzennation statt Spitzennation

 

 

Weitere Entwicklungen, Details und Gerüchte wie Dementierung eines Geständnisses, kasachischer Hintermann, italienische Mafia und ein gemietes Ferienhaus in Norwegen. 8.3.2019:

SZ: Lucky Luke und der General

kurier.at: DopingskandalDeutscher Doping-Arzt mietete in Lillehammer während Weltcups ein Haus

 

 

Einige Gedanken zur Aderlass-Affaire: Offener als in anderen Affairen wurde die langwährende und enge Vernetzung involvierter Strukturen länder- und verbandsübergreifend offen dargelegt. Der im Zentrum stehende Sportler Dürr muss jedoch, sicherlich auch aufgrund seiner widersprüchlichen und nur schwer zu vermittelnden Haltung, aber nicht nur, die Hauptlast in der öffentlichen Diskussion tragen, vor allem da ihm moralische Integrität abgesprochen wird. Das Dilemma in dem Dürr steckte, wurde nicht von ihm geschaffen, sondern erzählt viel über die Realität des Spitzensports und dürfte für viele Sportler*innen zur Falle geworden sein. Sie sind es, die in den meisten Fällen die unangenehmen Konsequenzen ausbaden müssen, weniger bis selten die anderen Sportakteure, die ebenfalls darin stecken können. Man kann sagen, dass das Dilemma im Spitzensport angelegt ist. Ohne umfassende Berücksichtigung entsprechender Analysen, die es gibt, und selbstkritischer Reflektionen mit hoher Transparenz des gesamten Akteursumfeldes, einschließlich der Sportfans und Zuschauer, wird die gegenwärtige Aufregung wieder wie so oft verpuffen und nichts wird sich ändern, vor allem nicht wenn es bei moralischer Entrüstung und eingleisigen Schuldzuweisungen bleibt. Leider ist alles andere anstrengend und macht Arbeit, ganz abgesehen von möglichem Machtverlust. 6./7./8.3.2019:

playthegame.org: Doping in Seefeld – It’s about intelligence

taz: Kein Schwarz-Weiß-Denken, bitte

sportsintegrityinitiative: The horror of the scapegoat

 

 

Die deutsche NADA beabsichtigt ihre Kontrollphilosophie etwas den neuesten Erkenntnissen anzupasseen und plant angeblich in Zukunft auch direkt vor Wettkämpfen kontrollieren zu lassen. 7.3.2019:

diepresse.com: Anti-Doping-Agentur zieht erste Konsequenzen aus Causa Seefeld

 





Dopingmethode Bluttransfusionen
- von Beckenbauer bis Dürr
>>> c4f: Bluttransfusionen mit langer Tradition
................................................

Johannes Dürr, auf dessen Aussagen die aktuelle Doping-Affaire zurück geht, wurde verhaftet wegen Verdachts auf schweren Betrug und Sportbetrug. Er legte ein weiteres Geständnis ab, wonach er sich auch wieder 2018 in Vorbereitung auf sein Comeback mit Bluttransfusionen dopte. Das Blut war noch bei Mark Schmidt eingelagert. 7.3.2019:

sportschau.de: Langläufer Dürr festgenommen

sportshau.de: Johannes Dürr im Interview: Betrug bis zuletzt

 

 

Opration Aderlass/Humanplasma: Stefan Matschiner stand 2010 wegen seiner Dopingaktivitäten vor Gericht. Für die Anwendung von Blutdoping hatte er sich eine Blutzentrifuge aus dem Nachlass von Humanplasma angeschafft, die zwar erst konfisziert wurde, ihm aber nach dem Prozess zurück gegeben wurde. Mark Schmidt übernahm später diese Ausrüstung. 7.3.2019:

kurier.at: Warum Matschiner seine Doping-Zentrifuge zurück bekam

 

 

Interview mit den beiden österreichischen Langläufern Max Hauke und Dominik Baldauf zu ihren Dopinggeschichten. 6.3.2019:

krone.at: Hauke und Baldauf packen aus: Das ganze Interview

 

 

Der Nachweis von Blutdoping mittels Bluttransfusionen ist generell schon schwierig. Die jüngsten Fälle zeigen, dass durch intellligente Anwendungen dieser Nachweis kaum noch möglich ist, da im Blutpass keine auffälligen Schwankungen der Blutparameter mehr auftauchen. 5.3.2019:

radsport-news.com: So gut und so schlecht funktioniert der individuelle Blutpass

 

 

Der estnische Ski-Langläufer Algo Kärp gesteht Doping in Verbindung mit Mark Schmidt. 5.3.2019:

sportschau.de: Weiterer Langläufer gesteht Eigenblutdoping

 

 

Beim Betrachten des weiteren und näheren Umfeldes von Arzt Mark Schmidt stößt man auf viel altbekannte Namen und Strukturen sowohl in Deutschland wie auch in Österreich. Eine kleine, eng vernetzte Welt, die anscheinend Aufdeckung wenig fürchtete bzw. befürchten musste. 2./3./5./6.3.2019

DLF: Wie groß war der Einfluss des mutmaßlichen Dopingarztes?

FAZ: Im vereinigten Sport-Biotop

SZ: 55 000 Euro für die Erfurter Praxis

MDR: Doping-Affäre reicht offenbar bis zum Landessportbund Thüringen

sportschau.de: Mark Schmidt und sein Umfeld

sport inside: Ausgeprägte Betrugsmentalität

>>> c4f: Dr. Mark Schmidt

 

 

Stefan Matschiner, erfahrener Dopingnetzwerker, dessen Blutdopingausrüstung anscheinend bei Mark Schmidt gelandet war, dämpft die großen Erwartungen auf Aufdeckung zahlreicher Doper in verschiedenen Sportarten durch einen DNA-Abgleich der ca. 40 gefundenen Blutbeutel. Seiner Erfahrung nach gehören diese höchstens 10 Personen. Da diese aber nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fälle ausmachen, sei davon auszugehen, dass sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern etliche weitere Dopingpraxen existieren. An anderer Stelle sprach er davon, dass wahrscheinlich, saisonbedingt, vor allem Wintersportler und Radsportler vertreten seien. 4./5.3.2019:

stuttgarter-zeitung.de: Ex-Doping-Dealer: „Leistungssport ist Heuchelei“

ORF TVthek: ZIB-2-Interview mit Stefan Matschiner

 

 

Sie lebe hoch, die Nulltoleranz. Erklärungen der Verbände.

WADA: WADA statement on police raids in Austria and Germany

ÖSV: ÖSV-Präsident nimmt zu Dopingfällen Stellung

FIS: FIS Imposes Provisional Suspensions of Three Cross-Country Skiers

DOSB: Keine systematische Betreuung von Kaderathleten in beschuldigter Praxis

IOC-Reaktion

LSB: Doping-Affäre: LSB ist entsetzt und fordert Aufklärung

ÖRV-Stellungnahme Anti-Doping-Vergehen

 

 

Der österreichische Radprofi Georg Preidler hat ebenfalls Blutdoping gestanden. 4.3.2019:

steiermark.orf.at: Doping: Geständnis auch von Radprofi Preidler

kleinezeitung.at: EigenblutdopingGeständnis von Radprofi Georg Preidler: "Ich habe gedopt"

 

 

Der österreichische Radprofi Stefan Denifl soll ebenfalls zu den Kunden Schmidts gehört haben. Er habe mittlerweile ein Geständnis abgelegt. 3./5.3.2019:

kurier.at: Auch Tiroler Radprofi Denifl gestand Blutdoping

tt.com: Ermittler: Auch Lebensgefährtin von Radprofi Denifl wusste Bescheid

 

 

Reaktionen und vorläufige Ergebnisse der Razzia. 1./2./3./5.3.2019:

sid: Fis bestätigt Namen der Langläufer

sportschau.de: Österreichischer Ski-Verband will Langlauf loswerden

err.ee: Doping scandal: Tammjärv comes clean, Veerpalus pull disappearing act

kleinezeitung.at: Festgenommene Sportler aus Estland gestehen Doping

insidethegames.biz: Athletes arrested in raids at Nordic Ski World Championships provisionally suspended as Estonian admits doping since 2016

SZ: Es gibt Parallelen zum Fuentes-System

welt.de: „Er hat mein Vertrauen missbraucht, auf das Perfideste“

sportschau.de: Blutige Geschäfte - die aktuellen Hintergründe der Doping-Razzia, Video

SZ: Spuren nach Tirol und Wien

Marcel Kittel: Gedanken zu Erfurt

 

 

Interview mit Hajo Seppelt zu den jüngsten Ereignissen um Erfurt und Ski-WM. 2.3.2019:

tt.com: Doping-Experte Seppelt: „Demut beim ÖSV wäre das Richtige“

 

 

Interview mit Peter Schröcksnagel, ÖSV-Präsident. 1.3.2019:

kurier.at: Schröcksnadel über Doping-Skandal: "Ähnelt ja dem Drogenhandel"

 

 

Dr. Mark Schmidts Praxis war viele Jahre als "Sportmedizinische Untersuchungsstelle" mit dem Landessportbund Thüringen (LSB) eng verwoben. Und ebenfalls seit vielen Jahren scheint Schmidt ein internationales Netzwerk aufgebaut zu haben. Er stand bereits früher unter Verdacht, Sportler beim Dopen zu unterstützen, ein Nachweis gelang aber nicht. 28.2./1./2.3.2019:

LSB Thüringen: Doping-Affäre: LSB ist entsetzt und fordert Aufklärung

SZ: Erfurter Praxis betreute auch viele deutsche Sportler

FAZ: Wie weit reicht der Doping-Skandal wirklich?

SZ: Der Arzt, der stets alles bestritt

Thüringer Allgemeine: Dopingskandal: Erfurter Sportmediziner bleibt in Haft

Thüringer Allgemeine: Präsident des Landessportbundes: „Wir müssen die Konsequenzen tragen“

Thüringer Allgemeine: Doping-Skandal um Erfurter Arzt erreicht völlig neue Dimension

orf.at: Coach stellte Kontakt zwischen Arzt und Esten her

DLF: Wie groß war der Einfluss des mutmaßlichen Dopingarztes?

Hintergrund DLF: Milram will sich von Sportmediziner Mark Schmidt trennen, 28.5.2009

Thüringer Allgemeine: 18.4.2013

Badiscche Zeitung: Staatsanwälte ermitteln gegen Sportmediziner , 16.5.2013

tagesspiegel.de: Viagra im Kulturbeutel, 8.8.2013

zeit.de: Betrüger in Weiß

FAZ: Blut und Spiele - Zitate aus dem FAZ-Artikel



Februar 2019

Sind härtere Strafen der Weg zu weniger Doping im Spitzensport? In Deutschland und Italien können Top-Athleten wegen Eigendopings mit Hilfe von Anti-Doping-Gesetzen bestraft werden, doch wurde und wird damit tatsächlich Doping präventiv reduziert? Belastbare Beweise hierzu gibt es nicht, ebenso wenig darüber, dass das Umfeld sich dadurch beeindrucken lässt. Ob der Skandal um Dr. Schmidt in Deutschland etwas bewirkt, muss sich erst zeigen, Zweifel sind angebracht. In Italien gab es Conconi, Ferrari und viele weitere Ärzte, die z.T. über Jahre vor Gericht standen, genutzt hat es nichts. 28.2.2019:

orf.at: Interview mit Wilhelm Lilge, österreichischer Leichtathletiktrainer

 

 

Dopingrazzien in Erfurt und in bei der Ski-WM in Seefeld - Operation - Aderlass - führten zu mehreren Festnahmen. Ein Österreichischer Sportler während einer Bluttransfusion festgenommen. In Erfurt stand die Praxis von Dr. Mark Schmidt im Zentrum. Hier wurden zahlreiche Unterlagen und Blutbeutel sicher gestellt, die nahe legen, dass seit Jahren viele Sportler aus unterschiedlichen Sportarten mit Hilfe dieser Arztpraxis Blutdoping betrieben haben. Die Razzien gehen auf Aussagen von Johannes Dürr zurück und finden in Zusammenarbeit mit der WADA statt. 27./28.2.2019:

sportschau.de: Neun Festnahmen nach Razzien in Zusammenhang mit der Ski-WM

taz: Mit der Nadel im Arm

WADA: WADA statement on police raids in Austria and Germany

kurier.at: Operation Aderlass: Wer geht noch ins Doping-Netz?

kurier.at: Die Dopingaffäre und der ÖSV: Wenn die Opferrolle System hat

SZ: Doping made in Germany

SZ: Eine Kanüle im Arm, Dutzende Blutbeutel im Kühlschrank

br.de: So ist der Stand beim Doping-Skandal der Nordischen Ski-WM

 

 

Johannes Dürr im Interview über seine Erfahrungen nach dem Geständnis. 27.1.2019:

sportschau.de: Das vollständige Exklusiv-Interview mit Johannes Dürr

 

 

Johannes Dürrs Geständnis und seine Aussagen, wonach sein Umfeld und der Langsport allgemein ein Dopingproblem haben und er nicht als allein Schuldiger und Einzeltäter isoliert werden sollte, werden medial anlässlich der Ski-WM erneut aufbereitet und führen zu altbekannten und stereotypischen Reaktionen aus dem betroffenen Sport. Angeheizt wird die Diskussion auch durch viele offene Fragen die russischen Sportler/innen betreffend. 20./22./23.2.2019:

profil.at: Johannes Dürr und seine Dopinggeschichte: Der Weg zurück [Podcast]

stuttgarter-zeitung.de: Russlands Langläufer unter Verdacht; Was ist dran an den Doping-Vorwürfen?

NZZ: Ein Dopingfall mit heftigem Nachbeben: Der Langläufer Johannes Dürr ist die Persona non grata im Österreichischen Skiverband

nd: »Wir sägen uns die Füße ab«

sportschau.de: Angerer traurig über Doping-Generalverdacht im Langlauf

volksstimme.de: Peter Schlickenrieder Langlauf-Coach: "Doping ist eine Charakterfrage"

 

 

Johannes Dürr spricht im Interview u.a. über seine Erfahrungen nachdem er seine Doping-Geschichte in der ARD öffentlich darlegte. 1.2.2019:

spiegel.de: Dürr "Es ist kein gutes Gefühl, als Verräter dargestellt zu werden"

 



Januar 2019



Reaktionen aus Österreich auf Johannes Dürrs Dopingangaben. 20.1.2019:

sportschau.de: Blutige Langlauf-Angelegenheiten

sportschau.de: Staatsanwalt: "Sehr bedeutsame Informationen"

Hintergrund >>> c4f: Österreich und Doping

 

 

Der österreichische Langläufer Johannes Dürr wurde vor den OS in Sotchi positiv auf EPO getestet. Jetzt hat er seine Dopinggeschichte erzählt. Dabei gibt er Hinweise auf verbreitetes Doping im Skilanglauf, Spuren führen auch nach Deutschland. Namen nennt er keine, so dass das unterstützende Umfeld kaum fassbar ist. Der ÖSV dementiert jedenfalls jegliches Mitwissen und betont, dass das gesamte Betreuerumfeld bestens vom Verband zu Antidopingfragen geschult werde. 16./17./19.1.2019:

sportschau.de: Doping im Langlauf. Geheimsache Doping - der betrogene Betrüger

sportschau.de: Cross-Country Skiing. The Duped Cheat

sportschau.de: ÖSV-Sprecher: „Schwarze Schafe sind nie auszuschließen“

sportschau.de Die große Heuchelei

DLF: Doping-Ermittlungen nach ARD-Doku„Dass man so zu einem Fall kommt, ist eine Ausnahme“

 


Gazzetta durchsuchen:

 
 
 
Cycling4Fans-Forum Cycling4Fans-Forum