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Die Rennen vor der Deutschland-Tour

 

 

Liebe Tagebuch-Leser,

 

vor der Deutschland-Rundfahrt war ich noch bei drei deutschen Rennen am Start. Mit einem sehr erfolgreichen Ende und zwei, naja, sagen wir mal "durchschnittlichen Enden".

 

 



Regiobahn-Cup Mettmann, 6. August 2005

Wegen ziemlichem "Sauwetter" wurde das Rennen direkt vor Beginn von 40 auf 30 Runden verkürzt. So waren nur noch ca. 90 km zu fahren. Auf der Runde war ein Berg zu bewältigen. Bereits nach etwa 10 Runden bildete sich eine 10-köpfige Spitzengruppe, zu der ich gehörte. Diese hatte bis zum Schluss Bestand und wir überrundeten sogar einige zurückliegende Fahrer. Im Endspurt konnte ich mich dann gegen Holger Sievers vom Team Lamonta und Wolfram Wiese vom Team ComNet Senges durchsetzen.

War zwar nur ein kleines Rennen, hat aber dennoch Spaß gemacht, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. War ja auch mein erster Sieg dieses Jahr.



Sparkassen Giro Bochum, 1.1, 7. August 2005

Zwölf Mal mussten wir den 14,6 Kilometer langen bergigen Rundkurs in Bochum umrunden. Ziemlich früh schon bildete sich eine 31-köpfige Spitzengruppe, zu der ich gehörte. Meine Beine fühlten sich wieder ganz gut an. Nach ca. zwei Dritteln des Rennens fing es dann aber auf einmal richtig heftig an zu hageln. Die großen Hagelkörner bedeckten schnell die komplette Straße mit einer dicken Schicht. Ich bin sofort rechts ran gefahren und hab mich untergestellt. Alle anderen Fahrer taten das nach und nach auch - bis auf die zwei Fahrer, die kurz vor dem Hagelsturm vorne rausgefahren waren - die späteren beiden Erstplatzierten Lubor Tesar und Marcel Sieberg.

Als der Hagel aufhörte, fuhren wir alle wieder weiter und wurden im Ziel angehalten - wo übrigens die ganze Zeit die Sonne geschienen hatte. Um den Wettkampf fair weiter laufen zu lassen, wurde die 29-köpfige Spitzengruppe wieder hergestellt und gleichzeitig mit dem vorherigen Vorsprung zu den restlichen Fahrern auf die Strecke geschickt. Einzig die beiden Ausreißer wurden nicht angehalten, um den Vorsprung, den sie vor der Hagelschauer herausgefahren hatten - ca. 30 Sekunden - wieder herzustellen, sondern blieben vorne mit einigen Minuten Vorsprung. Eine sehr seltsame Entscheidung der Jury, die man den am Ende siegreichen Fahrern nicht anhängen kann. Durch die lange Wartezeit hatte ich etwas dicke Beine bekommen und kam nicht mehr so recht in Tritt. Bin dann einige Runden vor Schluss ausgestiegen.




Wolkenbruch in Bochum. Foto: Foto-Grafik-Satz



TEAG Hainleite, 1.1, 13. August 2005

Das 183 Kilometer lange Rennen führte von Erfurt einmal rund durch Thüringen wieder nach Erfurt. Schon recht früh riss das Feld in mehrere Gruppen auseinander. Es dauerte jedoch einige Kilometer bis sich die Spitzengruppe herausbildete und einen größeren Vorsprung herausfahren konnte. In der ersten Gruppe waren ca. 20 Mann, darunter Grabschi (Ralf Grabsch) und Björn Schröder von uns. Dahinter eine weitere Gruppe. Auch ca. 20-30 Mann. Von uns waren Koppi (David Kopp) und Lars Wackernagel mit dabei. Im Feld wurde nichts mehr unternommen. Der Vorsprung wurde nach und nach immer größer - das Rennen war dann gelaufen.

Habe mich heute schon gut gefühlt, habe es aber nicht darauf angelegt, in einer der Spitzengruppen dabei zu sein. Wollte mir meine gute Form für die Deutschland-Tour bewahren. Bin dann nur noch einmal eine Attacke 70 Kilometer vor dem Ziel am Kyffhäuser Berg mitgegangen, um noch mal als Vorbereitung eine stärkere Belastung zu fahren. Haben dann zu viert sogar noch bis zum Ziel durchgezogen, da im Feld hinten gar nichts mehr getan wurde. Auf die 7,4 km lange Zielrunde wurden wir aber dann doch nicht mehr gelassen, weil unser Abstand auf die vorderen Gruppen immer noch zu groß war.

Leider ist Koppi bei Kilometer 30 schwer gestürzt. Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Wahrscheinlich ist somit die Saison für ihn gelaufen. Das ist echt Mist für ihn. Wünsch ihm von hier aus gute Besserung! Ralf und Björn kamen am Ende übrigens noch auf die Plätze 11 und 12.

 

Waren alles in allem ganz gute Wettkämpfe für mich. Habe mich jedes Mal gut gefühlt und gute Beine gehabt. Das macht optimistisch für die Deutschland-Tour, die in diesem Jahr echt schwer ist. Habe mir aber vorgenommen, mich auf einer der Etappen ganz vorne zu zeigen. Könnt ja dann in den nächsten neun Tagen verfolgen, ob mir das gelingt. Auf der Seite von SRM unter www.srm.de/deutsch/telemetrie.html werden übrigens während der gesamten Rundfahrt meine Daten, wie Puls, Wattleistung u.ä., gezeigt.




Christian in Erfurt. Bild: peloton-pictures


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