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Deutsche Meisterschaft

 

 

Hallo liebe Leser.

 

Nun sind die beiden Deutschen Meisterschaften vorüber. Lest hier, wie es mir bei den beiden Rennen ergangen ist.



Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren, Schweinfurt - 24. Juni 2005



Kurz vor dem Start des Einzelzeitfahrens.

Die Strecke des 40km langen Einzelzeitfahren war eine 10 Kilometer lange Gerade, die wir zwei Mal hin und zurück fahren mussten. Es fand auf einer Autobahn statt, die erst im Herbst eröffnet wird. Somit war es alles etwas abgelegen und es waren nicht allzu viele Zuschauer an der Strecke.

Die ersten 10 Kilometer liefen ganz gut. Habe versucht ein gutes Tempo zu finden und nicht zu schnell anzugehen. Aber es war nicht ganz einfach einen einheitlichen Rhythmus zu finden, weil es über die gesamte Strecke immer wieder leicht hoch ging.

Die zweiten 10 Kilometer gingen da schon besser. Leicht bergab konnte ich einen schönen großen Gang treten und meinen Rhythmus finden. Nach 20 Kilometern hatte ich eine Zeit von ca. 25 Minuten.

Die dritten 10 Kilometer gingen dann schwerer. Habe nicht so recht meinen Tritt gefunden und hab mich irgendwie durchgequält. Kurz vor der letzten Wende hat mich dann Christian Müller vom Team CSC eingeholt. An dem hab ich mich dann "festgebissen". Konnte ihn bis zum Ende auf Sichtweite halten. Hatte auf den letzten 10 Kilometern dann auch meinen runden Tritt wieder gefunden.

Kam am Ende auf Platz 14 mit einer Zeit von 51:40 Minuten für die 40 Kilometer. Ist zwar keine Wahnsinns-Zeit, aber ich war trotzdem zufrieden. Wollte hier vor allem auch mal wieder austesten, wie es bei einem langen Zeitfahren läuft. Wie schnell ich angehen kann und wie ich meine Kräfte am besten einteile. Bin ja in letzter Zeit lediglich kleine Zeitfahren während irgendwelcher Rundfahrten gefahren. Das fährt sich auf jeden Fall ganz anders und war ein wichtiger Erfahrungswert für die Zukunft.



Deutsche Meisterschaft im Einerstraßenfahren, Mannheim - 26. Juni 2005



Noch ein Bild vom Einzelzeitfahren in Mannheim.

Der Kurs rund in und um Mannheim war absolut flach. Dementsprechend gering waren für mich von Anfang an die Chancen, irgendwo vorne zu landen. Es sei denn, es hätte sich eine Gruppe mit den richtigen Leuten gefunden - soll heißen, jeweils zwei gute Leute von jedem großen Team.

Am Anfang des Rennens hatte sich solch eine Gruppe sogar zusammengefunden. Kessler und Hiekmann vom Team T-Mobile, Wegmann und Schmidt vom Team Gerolsteiner, Karsten Volkmann vom Team RSH und zwei Fahrer von unserem Team Wiesenhof, Lars Wackernagel und André Greipel. Eigentlich gar nicht so schlecht die Konstellation, aber dann doch noch zu früh. Nach ca. zwei Dritteln und einem zeitweisen Vorsprung von über 3 Minuten haben wir die Gruppe wieder eingeholt. Vor allem CSC hat ziemlich dafür gearbeitet.

Kurz darauf ging dann nochmal eine Gruppe mit drei Mann: unser Wiesenhofer Enrico Poitschke, Felix Odebrecht von Akud und Thomas Ziegler von Gerolsteiner. Aber da kein Fahrer vom Team T-Mobile dabei war, war eigentlich absehbar, dass diese Gruppe nicht ankommen würde. Die Magenta-Truppe hat dann auch ordentlich Dampf gemacht in den letzten zwei bis drei Runden. War sowieso ein ziemlich schnelles Rennen, da das die einzige Chance war, auf dem anspruchslosen Kurs das Feld etwas zu dezimieren.

In der letzten Runde, kurz nach der letzten Zieldurchfahrt, ist dann noch ein Sturz passiert, in den drei von uns verwickelt waren. Martin Müller, Daniel Musiol und ziemlich heftig getroffen hat es leider unseren Rolli, Roberto Lochowski. Er liegt jetzt mit mehreren Rippenbrüchen im Krankenhaus. Wünsche ihm von hier aus auch gute Besserung. Hoffe, dass er wieder richtig fit wird.



Koppi (aka David Kopp) und ich sind kurz vor dem Sturz noch zum Stehen gekommen. Hab schon gedacht, es fährt gleich noch jemand hinten rein, aber es ist zum Glück gut gegangen. Bin dann mit Koppi am Hinterrad am kompletten Feld wieder vorbei und ganz nach vorne ins Feld, damit er sich mit einreihen konnte, um für Sebastian Siedler den Sprint anzuziehen. Denn unsere Gruppe war da schon wieder nah dran an der Spitzengruppe - wenige Kilomter vor dem Ziel haben wir sie dann auch wieder eingeholt.

Steffen Radochla und David Kopp haben sich dann vor Sebastian Siedler gespannt und für ihn den Sprint lanciert. 300 Meter vorm Ziel war Koppi ganz vorne, dahinter Sebastian. Doch dann eröffnete T-Mobile den Spurt einen Tick früher und scherte nach links aus. Jetzt war der Sprint in vollem Gange. An Zabels Hinterrad - Gerald Ciolek von Akud Arnolds - der neue deutsche Meister. Der Fahrer, den ich vor diesem Rennen echt noch nicht kannte, hatte auf den letzten Metern den größten Druck und ist an allen vorbei gespurtet. Echt nicht schlecht. Sebastian kam leider auf den undankbaren vierten Platz - hinter Erik Zabel und Robert Förster vom Team Gerolsteiner.

Naja, das war sie dann, die Deutsche Meisterschaft 2005. Eine ganz andere als in den letzten Jahren.

Ich hab jetzt erstmal ein bisschen Rennpause bis zur Sachsen-Tour am 20. Juli. Bis dahin fahre ich 15 Tage ins Höhentrainingslager nach Livigno. Sebastian Siedler, Martin Müller, René Obst und Enrico Poitschke sind auch mit unten.

 

Wenn ich es schaffe, werde ich euch von da aus berichten, wie gut mein Trainingslager verläuft.

 

Bis dahin, euer Christian Knees.


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