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die deutsche Antidoping-Gesetzgebung



Dossier: Antidoping-Gesetzgebung



2014 DIE LINKE: Antrag für ein Anti-Doping-Gesetz

Im Juni 2014 kündigte die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestags einen Antrag zur Schaffung eines Anti-Doping-Gesetzes an (nd, 6.6.2014).

Am 14.8.2014 wurde der Antrag veröffentlicht:

>>> Antrag DIE LINKE Anti-Doping-Gesetz für den Sport vorlegen, Drucksache 18/2308, 7.8.2014

 

Der Antrag wurde am 6.11.2014 in der 63. Sitzung des Dt. Bundestages behandelt und ohne Diskussion in die Ausschüsse verwiesen (Plenarprotokoll 18/63). Die schriftlich eingereichte Reden hierzu wurden zu Protokoll genommen:

>>> Die Reden zum Antrag DIE LINKE

 



Der vorliegende Antrag ist kein ausgearbeiteter Gesetzesentwurf sondern gibt Inhalte vor, die nach Ansicht der Partei dringend Bestandteile eines neuen Anti-Doping-Gesetzes sein sollen. Die genaue Ausgestaltung obliegt der Bundesregierung, die einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorlegen soll.

"Zweck dieses Gesetzes soll sein, Sportlerinnen und Sportler sowie den freien Wettbewerb im Sport vor unlauteren Manipulationen in Form von Doping zu schützen. Sowohl die Sportlerinnen und Sportler als auch ihr Umfeld, wie Trainerinnen und Trainer, Ärztinnen und Ärzte sowie sonstige Betreuerinnen und Betreuer sollen in den Geltungsbereich der Vorschriften einbezogen werden."

 

Im Gegensatz zu anderen Initiativen spricht sich der Antrag für die Aufnahme der Pflicht von Doping-Prävention aus. Der Staat habe sich zu zu verpflichten "geeignete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, zu fördern und umzusetzen, insbesondere: - im Jugend- und Nachwuchsbereich, auch unter Einbeziehung der Eltern von Nachwuchsathletinnen und -athleten in entsprechende Präventions-und Aufklärungsmaßnahmen zu investieren .... Die Maßnahmen sollen nicht auf den Hochleistungs beschränkt sein, sondern auch den Fitnessbereich betreffen (Stichpunkte Anabolika, nahrungsergänzungsmittel).

Gefordert wird auch die"Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle, zum Beispiel angegliedert an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), an die sich z.B. Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Eltern wenden können, um Informationen über Doping zu erhalten aber auch, um einen bestehenden Dopingverdacht mitzuteilen und um Hilfe zu bitten."

 

Sportler und Sportlerinnen sollen strafrechtlich für Eigendoping belangt werden können, wenn sie

– ... im Zusammenhang mit ihrer sportlichen Betätigung als Person mit öffentlichen Mitteln gefördert bzw. im öffentlichen Dienst beschäftigt werden,

– ... Mitglied einer Nationalmannschaft oder eines entsprechenden Kaders sind oder

– .... durch ihre sportliche Tätigkeit regelmäßig Einnahmen erzielen, die einen wesentlichen Bestandteil am Gesamteinkommen ausmachen, mit dem Ziel, sich einen unlauteren Vorteil im sportlichen Wettbewerb zu verschaffen, entsprechendes gilt auch für das Eigendoping im Trainingszeitraum, sofern dies geeignet ist sich einen unerlaubten Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen.

 

Das Gesetz solle auch Sorge dafür tragen, dass Ärzte zur Verantwortung gezogen werden können.



Unterseiten Deutsche Anti-Doping-Gesetzgebung

Antidoping-Gesetz
Besitzstrafbarkeit
Eigendoping/Selbstdoping
Kronzeugenregelung
Sportbetrug, Unlauterer Wettbewerb / Dopingbetrug
2017 Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen: Ein Jahr Anti-Dopinggesetz
2014/2016 BMI/BMJ/BMG Anti-Doping-Gesetz
1976 - 2015 AMG
2014 DIE LINKE Antrag Anti-Doping-Gesetz
2014 Bayern Ankündigung Entwurf Gesetz
2013 SPD Entwurf Gesetz
2013 Baden-Württemberg Anti-Dopinggesetz, Änderung AMG
2012/2013/2015 DOSB Stellungnahmen; DLV versus DOSB
2012 Bayern Änderung AMG
2009 Bayern Referentenentwurf
2007 BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN Erweiterung AMG
2006 Bayern Entwurf Antidoping-Gesetz
Quellen, Kommentare, Artikel

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