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MrsFlax' Senf: Flax Attaxx

6.4.2006



BILD fragt - FLAX wonders...


Freundlicherweise hat uns Deutschlands Radsport-Fachblatt Nr. 1 mit den vier großen Buchstaben nun wissen lassen, dass Lance des Nachts mit einer blonden Dame, die mit den Adjektiven "sexy, kurvig und geheimnisvoll" beschrieben wird, im fernen Hollywood um die Häuser zieht. Abgesehen davon, dass "sexy, kurvig und geheimnisvoll" als Beschreibung eher auf eine Baskenland-Etappe passen würde, mutmaßt man im letzten Satz ziemlich indiskret: "Offen blieb: Gab es danach ein hartes Einzelzeitfahren oder einen heißen Mannschaftssprint..."



Prinzipiell geht uns das natürlich nichts an, aber dieser letzte Satz wirft doch bei genauerem Nachdenken eine Reihe von Fragen nach der tieferen Bedeutung wichtiger radsportlicher Fachbegriffe auf, denen es sich einmal zu stellen gilt:

 

Verfährt der Eintagesspezialist wirklich nach der kernigen 68er-Methode "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment!"? Und der Rundfahrer? Kann er seine Leistung auch nach drei Wochen noch abrufen? Und wie schnell kann er regenerieren, damit er auch am nächsten Tag wieder aufrecht im Sattel sitzt? Wie nervig ist es, mit einem Zwischensprintanzieher liiert zu sein? Wie verhält es sich mit Allroundern? Können die von allem ein bisschen, aber nichts richtig? Entscheidet der Capitaine de la route immer allein, ob es bei einem Ausreißer bleiben darf? Und der Edeldomestike? Muss man ihm ständig sagen, wie und wo er sich gerade nützlich machen kann? Ist es langweilig mit einem Routinier, oder macht sich seine Erfahrung positiv bemerkbar? Will der Sprinter es immer kurz, intensiv und anaerob - und ist er danach "blau"? Worauf fährt eigentlich ein Abfahrer ab? Muss es beim Tempobolzer immer schnell zur Sache gehen? Interessiert sich der Klassikerspezialist ausschließlich für die Monumente der weiblichen Evolutionsgeschichte (z.B. Greta Garbo, Audrey Hepburn oder Sophia Loren) oder kann er auch mal unkonventionell sein? Muss man den Pavé-Experten ständig ordentlich durchschütteln? Und haben sich alle "Lutscher" wirklich auf Oralverkehr spezialisiert?

 

Begriffe wie Teamzeitfahren, Grundlagenausdauer, Umfang und Intensität, leistungssteigernde Substanzen und Warmfahren erhalten plötzlich – dank BILD! – ganz neue Bedeutungen.

 

Weiterhin fragt sich: Wie hat Frau Durand die zahllosen Solofluchten ihres Gatten verkraftet? Und: Hat das die Ehe stark gefährdet?

War Frau Vinokourov genervt von den ständigen Angriffen ihres Ehemannes – besonders in Situationen, in denen es gerade irgendwie nicht so passte?

Wie glücklich muss Frau Zabel sein, weil Ete immer Zweiter sein will?

Und wie oft musste Frau McEwen schon mit Sonnenbrille einkaufen gehen und sich Geschichten über merkwürdige Haushaltsunfälle ausdenken, weil Robbie mal wieder voll reingehalten hat?

 

Unzählige Fragen, die – zumindest von mir – nicht befriedigend beantwortet werden können. Aber eins ist mir nun endlich klargeworden. Nämlich, was uns der Herr Ulle damals bei seinem Tour-de-France-Interview mit diesem seltsamen Singular sagen wollte, als er uns über folgendes informierte: "Ich hatte ein schlechtes Bein!"


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