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Geschichte internationaler Radsport



Straßenradsport: Anfänge und Kniffe und Schliche



 

Die Straßenradrennfahrer galten eine zeitlang als bunter, suspekter Haufen. Einige hatten Tricks und Kniffe auf Lager, die diesen Sport ins Zwielicht setzten, nichts war manchen heilig, Hauptsache als erster im Ziel, so die Maxime. 

 

Kurioses, Lustiges und Ernstes:

Wiedergabe eines Beitrags aus dem Sport-Album der Radwelt für das Jahr 1912

>>> Artikel 



Hintergrund

Die Popularität des Radrennsports Ende des 19. Jahrhunderts und in den Jahren danach, ist dem Strassenradrennsport mit seinen Distanzrennen zu verdanken. Josef Fischer's Siege 1893 bei Wien-Berlin und Mailand-München legten den Grundstock für eine rasante Entwicklung. "Die Fernfahrten der früheren Jahre öffneten dem grosssen Publikum die Augen über den Wert des Fahrrades als Beförderungsmittel."

 

Allerdings entwickelte sich der Bahnradsport schnell zur dominierenden Disziplin, wie auch ein Blick in die Fahrerliste (>>> Veteranen) zeigt. Hierin setzte in Deutschland ein wahrer Boom ein, gefördert durch den Niedergang des Bahnradsports im nahen Ausland während der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Strassenrennen fristeten dagegen, anders als in Frankreich, ein Schattendasein, nur wenige klassische Konkurrenzen hatten überlebt. Die Fahrradindustrie zeigte kein Interesse mehr an den Strassenwettkämpfen; damit war der wichtigste Motor verschwunden. Aber auch das Durcheinander, die Uneinigkeit der Radsportverbände vor allem in Profi- und Amateurfragen, lähmte die Entwicklung.





Goetzke - Todt
Rund um den Harz.

Erst ab 1905 scheint langsam wieder etwas Leben in diese Radsportdisziplin gekommen zu sein. 1908 sprach die 'Rad-Welt' von einem Wiedererwachen, denn "viele grosse Strassenrennen wurden arrangiert und viele neue Könige der Staubwolke stiegen aus der Versenkung herauf. (...) Jeder Sonntag des Jahres 1908 brachte den Strassenfahrern Gelegenheit, sich zu betätigen, und als das Jahr abschloss, hatte sich eine leistungsfähige deutsche Rennmannschaft gebildet (...)." "Die Polizei zeigte sich sehr entgegenkommend und die Fabriken sehr freigebig, und auf dieser Grundlage bauten sich die meisten Fahrten auf."

 

Das Interesse an diesem Sport und die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten - weniger die Preise als vielmehr die Vergütungen der Fahrradfirmen - hatten aber die Fantasie so mancher Zeitgenossen enorm beflügelt und sie zu Aktionen veranlasst, die den Ruf der Strassenradrennen und ihrer Fahrer und Veranstalter, erheblichen Schaden zufügten.

 





Rund um Berlin
Die Ausgabe der Rad-Welt

1912 hatte man offenbar die schlimmsten Auswüchse in den Griff bekommen, auch dank der Zeitschrift "Rad-Welt", die als Anlaufstelle und Vermittler diente (nach deren eigenen Angaben).

 

In ihrem Jahrbuch des Jahres 1912, erschienen 1913, werden viele dieser grossen und kleinen Tricks und Kniffe, die nicht auf Deutschland beschränkt waren, beschrieben.  

Diesen Artikel könnt ihr hier nachlesen; da er sehr lang ist, habe ich ihn in Abschnitte unterteilt:



Text: Kniffe der Straßenradrennfahrer

wilde Rennveranstalter
Stiefelzwecken
Irreführung
Eisenbahn und Automobil
Kontrollen und Scherben


 

Quelle: Sport-Album der Radwelt, 11. Jahrgang, erschienen 1913

 

Beitrag von Maki, mit freundlicher Erlaubnis von Klaus Budzinski

 

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