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Damiano Cunego – der neue Pantani, der neue Radsportgott!!!

von Kevin "OG" Kempf



Unglaublich was Damiano Cunego im Moment für Erfolge aneinander reiht. Man hatte es von ihm fast erwartet, nur nicht so, nur noch nicht jetzt.

Der Zeitpunkt dieses Durchbruchs scheint dabei fast wirklich gottgegeben.

Genau im Jahr eins nach Pantani; oder besser im Jahr des Pantani, denn nie hatte Pantani soviele Fans, die ihn lieben und vermissen; gewinnt der kleine Damiano Rennen nach Rennen. Und das auch noch im Stile des letzten italienischen Radsportgotts.

 

Dieser gestrauchelte und gefallene Gott braucht jetzt einen Nachfolger. Und die Gebete der italienischen Gläubigen, vor allem die der italienischen Presse, wurden schnell erhört.

Der neue Gott ist auf der Erde gelandet und er strahlt mit seiner Macht momentan über allen Anderen. Selbst wenn er sein himmelrosa Leibchen bei der nächsten Etappe wieder verlieren sollte, wenn nicht Pantani persönlich es an sich reißen würde, Cunego ist der neue Gott.

 

Aber noch konnte der neue Gott nicht die ganze Radsportwelt konvertieren. In Deutschland wird der Giro kaum wahrgenommen, im cycling4fans Forum hat der Jan Ullrich Thread täglich ungefähr genauso viel Antworten wie das Giro Unterforum. In den Niederlanden bekam der Sieg Cunegos in der meistgelesenen Tageszeitung nur eine Kurzmeldung, kein Foto, der Ausstieg von McEwen bekam nur eine Zeile weniger.

Die Inder glauben lieber an eine Kuh, als gleich an einen ganzen Cunego [Anmerkung der Redaktion:  ].

 

In Belgien huldigt man weiter Frank Vandenbroucke, obwohl die italienische Presse gern zitiert wird und Cunego viel Aufmerksamkeit bekommt. So kijk out, Frank!

 

Überhaupt grenzt es doch an ein Wunder, dass das italienische Presseecho nicht auch ohne Zeitung bis nach Rotterdam zu hören ist, so wie dort momentan die Ankunft des neuen Heilands herausgeharft wird.

 

Dabei frage ich mich was diese ganzen Anhimmlungen eigentlich sollen! Erstens ist sowieso Udo Bölts der wahre Radsportgott und zweitens gibt es im richtigen Leben schon genug religiöse Unruhen. Sport ist Entertainment. Cunego sollte weder ein neuer Pantani noch ein neuer Radsportgott werden. Ich hoffe deswegen, dass er einen anderen Weg als Marco Pantani, José – Maria Jimenez, Frank Vandenbroucke oder Jan Ullrich einschlagen wird. Einen Weg, der ihn mit beiden Füßen fern vom Himmel, auf unserer trauten Erde halten wird. Möge er mir und anderen Ungläubigen in den nächsten Jahren viel Spaß bereiten.

 

Amen!




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